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Reha wichtiger Wirtschaftsfaktor

Kiel. Eine neue Prognos-Studie belegt: Die schleswig-holsteinischen Reha-Kliniken sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit Zukunftsperspektive. 8.400 Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von 416 Mio. Euro sind auf die Reha-Kliniken im Land zurückzuführen.

Die Ende Mai veröffentlichte Studie wurde von der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein (KGSH) in Auftrag gegeben. Aufgrund der Ergebnisse forderte Bernd Krämer, Geschäftsführer der KGSH, die politisch Verantwortlichen dazu auf, sich für die Belange der Reha-Kliniken einzusetzen. Rehabilitationskliniken seien aufgrund erheblicher Kostensteigerungen, für die es keine Kompensation gebe, zunehmend in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Beispielhaft für die Kostensteigerungen nannte Krämer die Tarifabschlüsse aus den Jahren 2008 und 2009, die Energiekostensteigerungen und die Anhebung der Mehrwertsteuer. Zusätzlicher Kostendruck entstehe durch wachsende Qualitätsansprüche seitens der Kostenträger, Patienten und der Politik sowie durch erforderliche Investitionen aus Eigenkapital, immer kürzere Verweildauern und zunehmend multimorbide und oftmals nur eingeschränkt rehafähige Patienten. Auch hierfür gebe es bislang keinen finanziellen Ausgleich, sagte der KGSH-Chef.

Unterstützung erhält die KGSH vom Verband der Privatkliniken in Schleswig-Holstein e.V. (VPKSH), in dem ebenfalls betroffene Reha-Kliniken organisiert sind. Um die wirtschaftliche Situation der Reha-Kliniken zu verbessern, haben beide Verbände konkrete Vorschläge erarbeitet: 

1. Einrichtung einer Pflegesatzschiedsstelle analog zum Krankenhausbereich

2. Einführung einer jährlichen Steigerungsrate für die Pflegesätze

3. Entwicklung eines einheitlichen Finanzierungssystems für Reha-Kliniken analog zum DRG-System im Krankenhausbereich

4. Förderung von Investitionsmaßnahmen
„Die Maßnahmen würden die Reha-Kliniken in die Lage versetzen, endlich Pflegesatzverhandlungen auf Augenhöhe mit den Kostenträgern zu führen“, hofft Krämer.

www.kgsh.de

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